Eine bunt zusammen gewürfelte Truppe, Lieder aus den verschiedensten Jahr(hundert)en, Gesang und Gesumme aus den unterschiedlichsten Richtungen, fröhliches Gelächter bei Sport und Mahlzeiten, Gespräche über Gott und die Welt unter freiem Himmel – so könnte man kurz gefasst die Tage vom 16.-26.07.2010 in Bülow beschreiben.
Bei herrlichem Wetter trudelten am Freitag altbekannte sowie auch ganz neue Gesichter in Bülow ein, und wir begannen das alljährliche Jugendchorcamp unter der Leitung von Jürgen Groth.
Nach Zeltaufbau, Abendessen und einer kurzen Vorstellungsrunde hielten wir auch schon die Lieder in der Hand, die uns die nächsten Tage begleiten sollten. Ein buntgemischtes Repertoire, das von Ruppel, Buxtehude bis hin zu einem ganz neuen, noch nie gesungenem Chorsatz reichte. „Ich hebe meine Augen auf…“ war das Hauptthema, und dies ließ sich in allerhand musikalischen Variationen umsetzen.
Wie jedes Jahr gab es auch dieses Mal für einige Teilnehmer Schwierigkeiten, das „richtige“ Bülow anzutreffen, doch wir waren alle froh, dass Danilo Wilkens, der EC-Referent Mecklenburgs, nicht aufgab, uns zu finden. Denn er leitete uns geistlich durch den Kolosserbrief, der, wie wir in den Kleingruppen entdecken konnten, viele wertvolle Tipps für unser (geistliches) Leben bereithält.
Jeder Tag begann mit einem Weckgruß der besonderen Art. Jürgen ließ es sich nicht nehmen uns den Morgen herbeizusingen, und schuf damit die Möglichkeit, noch rechtzeitig zum Morgengebet zu kommen. Nach dem reichhaltigen Frühstück, was unter freiem Himmel noch viel besser schmeckt, ging es zur Bibelarbeit. Anschließend studierten wir die Lieder ein, um dann hungrig das Mittagessen einzunehmen.
Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und nicht selten spielten wir Volleyball, Tischtennis oder gingen baden. Kurz vor dem Abendessen trafen wir uns erneut zu einer weiteren Probe und fingen langsam an, die uns unbekannten Lieder ins Ohr zu bekommen und schwierige Stellen zu meistern.
Am Abend hieß es dann nochmals die Noten zu schnappen und in einer weiteren Zusammenkunft die Lieder lieben zu lernen, was uns mit der Zeit auch immer leichter fiel. Abgerundet durch den gemeinsamen Tagesabschluss mit einem kurzen Input und Gebet, erlebten wir jeden Tag als ganz besonderen. Wem die Mücken nichts ausmachten, schlief unter freiem Himmel und wurde am nächsten Tag erneut sanft durch ein schönes Lied geweckt.
So vergingen die Tage wie im Fluge und schon standen die Konzerte an. Die Premiere fand in Brunow statt. Dort stellten wir erneut fest, wie beeindruckend es ist, wenn wir durch nur einen Blick oder eine Geste des Chorleiters genau wussten, was zu tun oder zu lassen ist und wie somit das Beste aus den Liedern herausgeholt werden kann.
Nach einem weiteren guten Konzert in Serrahn, einem musikalischen Gottesdienst in Bülow sowie dem Abschlusskonzert in der Belitzer Kirche durften wir erfahren, dass sich das ganze Üben gelohnt hatte.
Am letzen Abend gab es noch eine Überraschung und wir ließen die Freizeit bei Leckereien, Bildern von den vergangenen Tagen und Lagerfeuer allmählich ausklingen.
Das besondere an dem Jugendchorcamp ist, dass fast immer irgendwo jemand ein Lied beginnt und andere mit einstimmen. So wird selbst das Putzen und andere Arbeiten zu einer Freude und schafft Gelegenheit, dem Schöpfer zu danken und ihn zu loben. Dadurch wird man selber glücklich und erlebt eine Gemeinschaft, in der man sich wunderbar erholen kann.
Es war wirklich eine gesegnete Zeit und wir danken von Herzen allen, die daran mitbeteiligt waren!! So bleibt nur noch zu singen:
„ And until we meet again, may god hold you in the palm of his hand“



